Backstage M&A I Praktika

M&A Praktikum hautnah – vom Land des Lächelns nach Lampertheim

Wie ist es, als Praktikant bei Emporion zu arbeiten? Was macht M&A eigentlich so facettenreich? Und warum würde Richard Gere im Film „Pretty Woman“ bei Emporion vermutlich gar keinen Job bekommen? Wir erfahren es in dem folgenden Gespräch mit Paul Leibrock, Werkstudent bei Emporion.
Paul, manche denken bei dem Begriff M&A immer noch an Richard Gere aus „Pretty Woman“. Wie erklärst Du Deinen Job, wenn jemand fragt?

Also erst mal glaube ich, dass es einen großen Unterschied zwischen M&A im Bereich von börsennotierten Konzernen und im Bereich von mittelständisch geprägten Unternehmen gibt. In diesem Marktsegment sind wir bei Emporion überwiegend tätig. Nach allem, was ich hier kennengelernt habe, bin ich davon überzeugt, dass gute M&A-Beratung gerade bei Familienunternehmen und größeren Mittelständlern tatsächlich viel dazu beiträgt, deren Kompetenzfelder systematisch zu erweitern. Oft geht es darum, strategische Entscheidungen zu unterstützen und sozusagen mögliche Abkürzungen aufzuzeigen. Zum Beispiel, wenn es sinnvoller wäre, Produkte nicht unbedingt selbst zu entwickeln, sondern besser über einen adäquaten Kompetenzzukauf zu realisieren. Das hat dann nichts mit der Zerschlagung von Unternehmen zu tun, was ja die Allgemeinheit häufig von M&A denkt und was der Typ in Pretty Woman verkörperte. Ich würde es eher als eine Möglichkeit sehen, schneller zu wachsen als auf organischem Weg.

Wann hast Du angefangen, Dich für M&A zu interessieren?

Als ich 2015 mein Abi gemacht habe, war es für mich bereits klar, dass es danach in Richtung BWL gehen soll. Vielleicht auch deshalb, da ich das Familienunternehmertum quasi als Kind schon mitbekommen habe. Mein Onkel ist Onlinehändler der ersten Stunde. Ich fand das immer unglaublich interessant – genauso übrigens wie das Thema Corporate-Finance. Als 2008 die Finanzkrise hereinbrach, war ich ungefähr 13 Jahre alt. Das war schon ein besonderes Ereignis, was meine Jugend ein Stück mitgeprägt hat. Das Thema war omnipräsent in den Medien und ich habe mich schon früh gefragt, was steckt dahinter – sind wirklich alle Banker schlecht? Das waren eigentlich die Treiber, die mich dazu motiviert haben, letztendlich BWL zu studieren. Zunächst an der Uni Mannheim und dann an der Hochschule Ludwigshafen, wo ich dann auch meinen Bachelor gemacht habe.

Dort kam es auch zum ersten Kontakt mit Emporion. Wie war das damals?

Ich kann mich noch gut an einen Vortrag unseres Geschäftsführers Wilco Früh zum Thema M&A erinnern. Die Tiefe dieses Geschäftes hat mich dabei sehr angesprochen und ich dachte mir, dazu möchte ich mehr erfahren. Nur saß ich damals schon auf gepackten Koffern für mein Auslandssemester in China. Trotzdem habe ich mich direkt bei Emporion beworben. Und als ich Anfang 2020 nach einem halben Jahr in China zurückkam, ging es direkt bei Emporion los.

Vom Land des Lächelns also direkt nach Lampertheim. Wie wurdest Du bei Emporion empfangen? War es für Dich ein Sprung ins kalte Wasser?

Natürlich auch mit einem Lächeln! Aus fachlicher Sicht betrachtet, lässt sich mein Start bei Emporion aber durchaus als Sprung ins kalte Wasser bezeichnen. Ich war sofort mittendrin im Projektgeschehen und konnte erstmals aus der Beraterperspektive auf sehr, sehr komplexe Zusammenhänge schauen. Für mich bedeutete das zunächst, viel Neues zu lernen. Aber auf der anderen Seite konnte ich halt auch jederzeit Fragen stellen. Das gesamte Team war bereit dazu, mir alles im Detail zu erklären. Für diese Einblicke bin ich wirklich unglaublich dankbar!

„Diese Mischung aus akademischen und praktischen Eindrücken ist ungemein bereichernd“

Paul Leibrock, über sein Praktikum bei Emporion
Wie nah warst Du denn tatsächlich am Geschehen dran?

Mein erster Arbeitstag fiel zufälligerweise auch auf den Kick-off eines größeren Projektes für einen deutschen Automobilzulieferer mit rund 5.000 Mitarbeitern. Das war natürlich wie ein Lottogewinn für meine Praktikumszeit. Ich war in diesem Projekt von Tag eins an involviert, konnte so beispielsweise am digitalen Pitch teilnehmen und mich schon früh recht selbstständig um die Recherche potenzieller Target-Unternehmen kümmern. Nachdem wir dann den Auftrag bekommen haben, war ich bei den Management-Workshops dabei und durfte auch Kundenbesuche begleiten. Ich muss sagen, dass das schon ein richtiges Highlight war: Plötzlich sitzt man mit den Geschäftsführern dieses wirklich großen Unternehmens gemeinsam an einem Tisch und begegnet sich dabei auf ganz persönlicher Ebene und gänzlich unprätentiös. Und wenn man sich dann hinterher überlegt, dass solche Meetings oftmals eine große Tragweite haben, sagt man sich schon hin und wieder: Wow, ich war dabei!

Das klingt jetzt alles nicht so ganz nach dem typischen Praktikumsalltag. Wem würdest du denn empfehlen, sich als Werkstudent oder Praktikant bei Emporion zu bewerben?

Gut sind natürlich immer Leute, die schon im Bereich Corporate-Finance oder BWL unterwegs sind. Richtig spannend wird es für jemanden, der sich bei den Analysen und Bewertungen vielleicht nicht nur für die reinen Zahlen interessiert, sondern eben auch für die Unternehmen, die sich dahinter verbergen. Jemand, der eine gewisse Begeisterung für den deutschen Mittelstand mitbringt und auch wertschätzt. Der Mittelstand ist ja immer noch das Rückgrat der deutschen Wirtschaft und auch der Bereich, der am meisten zur Wirtschaftsleistung beiträgt. Ich denke, dadurch, dass sich Emporion sehr erfolgreich in diesem Marktsegment bewegt, ist ein Einblick für alle wertvoll, die sich für M&A interessieren.

Was ist denn für Dich derzeit das spannendste Thema im M&A?

Das ist natürlich schwierig, pauschal zu beantworten. Aktuell wird sicher viel über Cross-Border-M&A gesprochen, wie sich das in Zukunft gestalten wird und ob es überhaupt noch so viele internationale Deals geben wird. Viele Unternehmen fokussieren sich wieder zunehmend eher auf ihren Heimatmarkt oder zumindest auf ihren Heimatkontinent. Natürlich auch befeuert durch Erfahrungen aus der Corona-Epidemie. Ein anderes großes Thema ist die Environmental-Social-Governance. Unternehmen machen sich viele Gedanken, was sie in ihren Produkten verbauen, ob Kunststoff die Zukunft ist oder ob es vielleicht alternative Naturmaterialien gibt und natürlich auch wie der CO2-Ausstoß nachhaltig verringert werden kann. Ich denke, hier ist gerade viel in Bewegung und es bleibt vieles abzuwarten. Spannend bleibt es auf jeden Fall.

Wenn man Dich so hört, könnte man meinen, dass Du bereits jahrelang in diesem Business unterwegs bist. Wie schaffst Du es nebenbei sogar noch an Deinem Master zu arbeiten?

Ich studiere an der Frankfurt School of Finance & Management. Dort wurden nach meiner Meinung relativ optimale Bedingungen geschaffen. Ich habe immer Donnerstag, Freitag, Samstag Uni. Klar, die Tage sind relativ lange und ziemlich vollgepackt, aber es bleibt genug Zeit, um an zwei, drei Tagen zu arbeiten.

Was macht für Dich den besonderen Reiz an dieser akademisch-praktischen Kombi aus?

Natürlich ist die finanzielle Vergütung ein starkes Argument. Aber darüber hinaus empfinde ich diese Mischung aus akademischen und praktischen Eindrücken als ungemein bereichernd. So lese ich an der Uni beispielsweise einen Artikel über den Forschungsstand zum Thema Machine-Learning und M&A und finde dann bei Emporion immer einen Gesprächspartner, um diese Themen im Kontext der Praxis einmal zu besprechen. Und dann ist es natürlich auch ein Unterschied, ob man an der Uni eine Unternehmensbewertung auf eine halbe Seite Papier bringt oder für einen echten Kunden an einem Modell mit über 20 Excelsheets arbeiten darf. Solche Dinge bekommt man im Rahmen des Studiums sonst überhaupt nicht zu sehen. Insofern ist die Ergänzung für mich ein riesiger Gewinn, auch wenn es natürlich alles in allem sehr zeitintensiv ist.

Wenn Du dann doch einmal etwas Zeit findest – was machst Du dann so?

Ich bin im Leichtathletikverein engagiert und habe dort auch das Amt des Pressewarts inne. Das Schreiben der Wettkampfartikel ist sozusagen auch gleichzeitig mein Hobby. Ich gehe immer noch recht viel laufen und mache auch hin und wieder ein paar Sprints auf der Bahn. Aber alles eben nicht mehr so extrem auf Leistung getrimmt. Dafür bliebe dann tatsächlich keine Zeit mehr. Ansonsten engagiere ich mich noch als Ambassador der Frankfurt School und repräsentiere diese ab und an auf diversen Veranstaltungen wie beispielsweise den Master-Info-Events. Und wenn es endlich wieder einmal möglich sein sollte, gehe ich gerne auch Skifahren.

Paul, wir danken Dir für dieses interessante Gespräch.

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