Backstage M&A I Praktika

M&A Praktikum hautnah – adieu Audimax, hallo Praxis

Alma Schwan ist Werkstudentin bei Emporion. In dem folgenden Gespräch spricht die gebürtige Französin über die unterschiedlichen Mentalitäten von Franzosen und Deutschen, die spezielle Chemie bei Emporion und was sie dazu bewegt hat, nach dem Studium als Analystin bei Emporion durchzustarten.
Alma, schön dass Du Dir Zeit für unser Gespräch genommen hast. Stell Dich unseren Lesern doch einmal kurz vor.

Ich komme ursprünglich aus Nancy, bin 20 Jahre alt und in Frankreich aufgewachsen. In Frankreich habe ich auch das deutsch-französische Abitur gemacht. Das bedeutet, man schreibt gleichzeitig ein deutsches Abitur und ein französisches Baccalauréat. Ich studiere inzwischen im sechsten Semester BWL an der Uni Mannheim und schreibe gerade meine Bachelorarbeit. Voraussichtlich Ende Juni werde ich damit fertig sein.

Was hat Dich motiviert, in Deutschland zu studieren?

Meine Familie hat eine sehr internationale Prägung. Mein Vater kommt aus Deutschland, meine Mutter besitzt spanische Wurzeln. Schon früh habe ich deshalb auch die deutsche Kultur kennengelernt und empfand sie als eine große Bereicherung. Für mich war lange klar, dass ich Richtung BWL studieren möchte. Die Universität in Mannheim hat einen sehr guten Ruf und so kam dann eins zum anderen.

Wie gefällt es Dir in Mannheim und der Rhein-Neckar-Region?

Ich liebe es, in Mannheim mit Freunden am Rhein zu sitzen. Außerdem gilt Mannheim ja auch als Musikstadt. Vielleicht hat mich das ja etwas beflügelt, endlich eine Gitarre zu kaufen und spielen zu lernen. Ich spiele zwar seit meiner Kindheit Klavier, aber zur musikalischen Untermalung eines Abends am Rhein ist die Gitarre dann doch praktischer.

Wie kommt man eigentlich mit den unterschiedlichen Mentalitäten klar, spürst Du einen Unterschied zu Frankreich?

Beide Länder haben jeweils ihren ganz eigenen Charme. In Frankreich ist man häufig etwas direkter und artikuliert seine Meinung immer sehr klar. Das kann dem ein oder anderen schnell mal vor den Kopf stoßen. In Deutschland ist diese Spontanität vielleicht etwas weniger stark ausgeprägt. Dafür ist vieles sehr gut organisiert. Man hat für fast alles einen Plan …

… oder einen Plan B – Du hattest ja ursprünglich vor, für ein Auslandssemester nach Chile zu gehen.

Das ist richtig. Ich habe noch vor dem Ausbruch der Corona-Epidemie zwei Monate in Spanien gearbeitet, um meine Sprachkenntnisse zu verbessern. Durch Corona wurde das Auslandssemester jedoch abgesagt. Deshalb habe ich angefangen, an der Uni Mannheim noch ein Zertifikat in Nachhaltigkeit und Entrepreneurship zu machen. Das gab mir mehr Zeit und ich dachte mir, ich könnte ja noch ein Praktikum machen. So bin ich mehr oder weniger zufällig auf Emporion gekommen und habe mich beworben. Beim Bewerbungsgespräch hat es mich dann auch direkt mitgenommen. M +A ist sehr breit und besitzt eine faszinierende Tiefe. Das fand ich spannend. Da habe ich mir gesagt, diese Einblicke will ich unbedingt haben und habe ein Monat später angefangen. Plan B konvertierte hier also schnell zu Plan A

Wie ging es dann bei Emporion für Dich los? Haben sich Deine Erwartungen an das Praktikum erfüllt?

Man wird richtig schnell mit eingebunden. Ich durfte bei ganz vielen Projekten mitmachen und wirklich auch dabei sein, teilweise schon recht selbstständig. Ich war bei den Calls und bei vielen Kundenterminen dabei. Durch diese Nähe zum Geschehen bekommt man sehr schnell ein gutes Gespür für die individuellen Belange der Kunden und auch die globaleren Zusammenhänge. Die Aufgaben waren ebenfalls ziemlich facettenreich. Von der Zahlenanalyse über die Marktrecherche bis hin zur Korrespondenz mit den Targets. Ohne Eigeninitiative wäre es anfangs vermutlich ziemlich schwer geworden. Man muss sich wirklich viel Zeit nehmen, um alles zu verstehen. Es ist halt auch ein sehr dynamisches Umfeld. Dafür lässt sich unglaublich viel mitnehmen.

„Es ist wichtig zu verstehen, was die einzelnen Segmente am Markt antreibt“

Alma Schwan, Werkstudentin M&A
Welche Insights waren besonders wertvoll?

Ich habe viel darüber gelernt, wie Unternehmen wirklich funktionieren. Wir beraten viele mittelständische Familienunternehmen und es ist immer wieder spannend zu sehen, wie diese in den verschiedenen Industrien funktionieren. Es ist sehr erstaunlich, was da teilweise geleistet wird und wie innovativ diese Unternehmen sind.

Wie sieht aktuell Dein Tag bei Emporion aus?

Ich hatte das große Glück, dass wir im Januar einen Pitch hatten, den ich mit vorbereitet hatte. Wir haben den Zuschlag erhalten und ich war sozusagen von null an gleich mit eingebunden und konnte den Neukunden von Anfang an mitbetreuen. Hierfür bin ich derzeit auch am meisten tätig. Es macht unglaublich Spaß zu sehen, wie es sich weiterentwickelt. Ich bin schon sehr gespannt, was in den kommenden Monaten passiert, ob noch Akquisitionsprojekte folgen.

Du sagtest ja eingangs, dass Du gerade an Deiner Bachelorarbeit schreibst, wie geht Emporion damit um?

Das Team ist superflexibel und wenn ich mehr Zeit für die Uni brauche, dann bekomme ich die auch. Und ich muss sagen, das gibt mir auch eine gute Balance, dadurch dass die Uni derzeit coronabedingt nur online stattfindet, habe ich hier auch die praktische Seite. Und ich muss auch sagen, mit dem Praktikum entsteht auch ein neuer Blick auf die theoretischen Grundlagen, die wir an der Uni lernen. Alles macht jetzt einfach mehr Sinn.

Was sollte jemand mitbringen, der als Werkstudent bei Emporion anfängt?

Er sollte auf jeden Fall supermotiviert sein – das Tempo ist anfänglich enorm. Im gleichen Zug lernt man aber auch unglaublich viel. Wichtig ist es auch, dass man sich nicht nur für den Finanzteil interessiert, sondern auch dafür, wie Unternehmen so funktionieren. Es sind ganz viele unterschiedliche Industrien, technisch oder Pharma. Es ist wichtig zu verstehen, was die jeweiligen Segmente antreibt.

20 Jahre jung, Bachelor in der Tasche – wie geht’s weiter?

Bald steige ich Vollzeit als Analystin bei Emporion ein. Irgendwann später will ich vielleicht noch einen Master machen und lass mich überraschen, was kommt.

Liebe Alma, herzlichen Dank für das Gespräch.

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